Sebastian & Andrea K. & Pansy | Gleisdorf Österreich

Erstellungsdatum 01.03.2017 10:09

Liebe Tina.


Kurzfassung für Lesefaule: „Tina du hast uns gerettet. Es gibt ein entspanntes Leben an beiden Enden der Leine.“

Die ganze Geschichte fing vor zwei Jahren an. Ein neues Familienmitglied sollte einziehen. Nach einigen gesundheitlichen Sorgen mit unserer Labradorhündin sollte eine gesunde Rasse her. Viele Bücher gewälzt Rassebeschreibungen studiert und wie es der Zufall will gab es einen Wurf Catahoulas. Also innerhalb von einem Monat alles an Wissen über diese Rasse aufgesaugt. Zumindest waren wir uns zu dem Zeitpunkt sicher alles gelesen zu haben. Hatte jeder von uns doch schon von Klein auf mit Hunden zu tun.

Im Juni 2015 begann unser Abenteuer Catahoula. Es begann alles super. Sie kam auf Zuruf zurück lernte unglaublich schnell alle notwendigen Kommandos. Der Welpenkurs in der Hundeschule lief perfekt. Kurz es war zu schön um wahr zu sein. Mit 8-9 Monaten fing es an anstrengend zu werden. Spaziergänge wurden zu Workouts. Den Wald mit dem Hund zu betreten erforderte Nerven wie Drahtseile. Die Schulter schmerzte nach jedem Spaziergang. Kurz es machte beiden Enden der Leine keinen Spaß.

Zusätzlich wurden Hundebegnungen eine Sache der man gerne aus dem Weg ging. Unsere Kleine ging keinem Streit aus dem Weg und gewann leider meistens.
Die Tipps von den Hundetrainern, von denen es mehrere gab waren wenig hilfreich bis zu komplett nutzlos oder kontraproduktiv. Aber mangels Alternativen wurde weiter gewartet oder mit Leckerlis bestochen. Man wollte doch alles richtig machen und den Hund nur "positiv" erziehen.

Dann kam das Jahrestreffen der Welpen auf dem wir Tina kennenlernten. Die skeptischen Blicke meinerseits beim Konflikthandling wird sie mir noch ewig vorhalten :o). Ich wusste es nicht besser. Aber ich war weiterhin auf dem Wattebäuschen-Trip und wollte meinen Hund mit positiver Verstärkung erziehen. Es wurde immer schlimmer. Nach dem einen Vorfall mit dem Hund einer Bekannten der eine immense Tierartztrechnung nach sich zog, war meine Geduld mit allen Trainern am Ende. Verzweifelt wie ich war rief Tina an und bat sie um einen Termin.

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Im Oktober 2016 oder seitdem Tag 1 in der neuen Zeitrechnung mit Catahoula trafen wir bei ihr ein. Es gab ein einige Dinge die wir an uns ändern mussten. Es war einfach wunderschön zu hören, dass wir kein blutrünstiges Monster haben sondern einen sehr netten Hund dem einfach die Anleitung gefehlt hat. Wir bekamen Tipps und Anweisungen wie wir unseren Hund die Führung geben konnten die ihr fehlte. Das geniale ist das Tina Dinge so gut erklärt das man auch versteht warum der Hund dieses oder jenes tut oder auch warum man Dinge anders machen muss als bisher. Ihre ruhige aber bestimmte Art ohne jedwede Gewalt hat unglaubliches bei unserem "Monster" bewirkt.

Nach dem ersten Termin in Bayern konnten wir wieder entspannt spazieren gehen. Vor allem auch Pansy war wesentlich entspannter. Hundebegegnungen haben ihren Schrecken verloren. Die Gewissheit kein Blutrünstiges Monster zu besitzen ist einfach befreiend.

Im Dezember durften wir Tina noch einmal besuchen und weiter an uns Menschen Arbeiten. Da ich Jäger bin war das Jagen des Hundes ein großes Problem für mich. Es war immer die Entscheidung Revier oder Hund. Seit Dezember gibt es diese Frage nicht mehr. Revier? Natürlich mit Hund. Danke dafür.

Im Februar gab dann ein Seminar bei uns in Nähe. Hundebegegnungen auf der Hundewiese. Hier lernten wir sehr viel über Kommunikation zwischen Hunden. Ich habe so viel gelernt und konnte soviel an Wissen mitnehmen. Kurz es war ein lehrreiches aber anstrengendes Wochenende. Ich freue mich auf das nächste Mal.

Ein Wehrmustropfen bleibt bei der Sache. Man hört auf Hunde zu romantisieren und beginnt sie als das zu sehen was sie sind. Sozial hochintelligente Begleiter die so behandelt werden sollten wie sie es wollen und verdammt nochmal verdient haben. Es sind nun mal keine einfältigen Tiere die man ausschließlich mit Leckerlies vor der Nase durchs Leben lenken kann. Das haben nun auch wir verstanden.


Danke.
Sebastian & Andrea